Aus dem Englischen von Sigrid Ruschmeier. Was bleibt nach der "Geschichte von fast allem" eigentlich noch zu schreiben? Die Geschichte von fast allem anderen, natürlich. Bill Bryson hat sich daher in seinen vier Wänden umgesehen und sich gefragt: Warum leben wir eigentlich, wie wir leben? Warum nutzen wir ausgerechnet Salz und Pfeffer, und weshalb hat unsere Gabel vier Zinken? Aber es bleibt nicht bei Geschichten von Bett, Sofa und Küchenherd. Die Geschichte des Heims ist auch immer eine der großen Entdeckungen und Abenteuer. Ohne die Weltausstellung in London hätte man vermutlich das Wasserklosett nicht so schnell zu schätzen gelernt. Und ohne die großen Entdecker müssten wir wohl ohne Kaffee, Tee oder Kakao auskommen. Bill Bryson zeigt uns unser Heim, wie wir es noch nie gesehen haben. Und wir verstehen ein wenig mehr, warum es so ist, wie es ist.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.10.2011
Was Verena Mayer von dem Buch erzählt, klingt eigentlich sehr verlockend: Bill Bryson erzählt - ausgehend von dem ehemaligen englischen Pfarrhaus, in dem er lebt - eine Geschichte der alltäglichen Dinge, der Gabel, des Betts, der Mode oder des Essens. Er erzählt mit Enthusiasmus, unterhaltsam und informativ, aber "ohne Wissenschaftsdünkel". Dennoch scheint die Rezensentin leicht genervt. Ihr missfällt, dass Bryson von diesen Dingen erzählt, als sei es das erste Mal. Und eine Theorie hat er auch nicht. Dass die Dinge früher "ganz schön krass" waren, wusste die Autorin schon. Wer es nicht wusste, scheint mit diesem Buch ausgezeichnet bedient.
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