Aus dem Englischen von Tino Hanekamp. Wir leben in einem Zeitalter der Wut. Viele Leute haben das Gefühl, dass ihre Stimmen ignoriert werden von distanzierten Eliten, die nicht länger bereit sind, für ihre Handlungen Verantwortung zu übernehmen. Dass dies geschehen ist, war kein Versehen. Es ist die Kulmination von jahrzehntelangen Rückzugsgefechten, um die Demokratie zu neutralisieren und jene auszugrenzen, die die drei Dimensionen der Freiheit einfordern: Liberalität, Gleichheit und Verantwortlichkeit.
Julian Weber freut sich über die Streitschrift des musizierenden Mahners Billy Bragg, in der es um den Brexit geht, um freie Meinungsäußerung on- und offline, Gleichheit und die Notwendigkeit von Verantwortlichkeit. Weber fühlt sich an Hessels "Empört Euch" erinnert, wenn Bragg die Menschenrechte anmahnt. Besonders anregend findet er das Buch, wenn der britische Musiker in die Details geht. Gut gefällt ihm auch, dass Bragg nicht jammert, sondern Vorschläge macht, um dem Hass im Netz Einhalt zu gebieten. Hiesigen Lesern hätte Weber allerdings eine Einordnung von Braggs Themen und Thesen gewünscht.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…