Aus dem Englischen von Tino Hanekamp. Wir leben in einem Zeitalter der Wut. Viele Leute haben das Gefühl, dass ihre Stimmen ignoriert werden von distanzierten Eliten, die nicht länger bereit sind, für ihre Handlungen Verantwortung zu übernehmen. Dass dies geschehen ist, war kein Versehen. Es ist die Kulmination von jahrzehntelangen Rückzugsgefechten, um die Demokratie zu neutralisieren und jene auszugrenzen, die die drei Dimensionen der Freiheit einfordern: Liberalität, Gleichheit und Verantwortlichkeit.
Julian Weber freut sich über die Streitschrift des musizierenden Mahners Billy Bragg, in der es um den Brexit geht, um freie Meinungsäußerung on- und offline, Gleichheit und die Notwendigkeit von Verantwortlichkeit. Weber fühlt sich an Hessels "Empört Euch" erinnert, wenn Bragg die Menschenrechte anmahnt. Besonders anregend findet er das Buch, wenn der britische Musiker in die Details geht. Gut gefällt ihm auch, dass Bragg nicht jammert, sondern Vorschläge macht, um dem Hass im Netz Einhalt zu gebieten. Hiesigen Lesern hätte Weber allerdings eine Einordnung von Braggs Themen und Thesen gewünscht.
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