Bodo V. Hechelhammer

Spion ohne Grenzen

Heinz Felfe - Agent in sieben Geheimdiensten

Klappentext

Die Skrupellosigkeit des Doppelspions Heinz Felfe erschütterte die BRD in ihren Grundfesten. Bis 1945 war der SS-Obersturmführer im Sicherheitsdienst tätig, unterwanderte danach als V-Mann von MI6 und dem Vorläufer des BND kommunistische Organisationen - um sich 1951 auch noch vom KGB anwerben zu lassen. Der Auftrag: Eindringen in die von der CIA geführte Organisation Gehlen. Ein Motiv: pure Geldgier. Im BND stieg er ironischerweise bis zum Leiter der Gegenspionage Sowjetunion auf und verriet alles und jeden an Moskau. 1961 wurde Felfe enttarnt und verhaftet, siedelte aber schon 1969 nach einem Agentenaustausch in die DDR über, wo er wieder Karriere machte: Er arbeitete für die Stasi, schrieb für den KGB ein Enthüllungsbuch und lehrte bis 1991 Kriminalistik an der Humboldt-Universität.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.2019

Rezensent Peter Sturm gibt zu bedenken, dass der BND-Haushistoriker Bodo Hechelhammer keine strukturelle Aufarbeitung des Falls Felfe vorlegt, sondern eine mit neuem Archivmaterial aufwartende Spionagegeschichte. Felfes Karriere beim Bundesnachrichtendienst und gleichzeitig bei den Geheimdiensten in der Sowjetunion kann der Autor laut Sturm ohne Schönfärberei als Geschichte menschlicher und ein wenig auch organisatorischer Schwächen erzählen. Beinahe amüsiert liest Sturm über den Austausch Felfes in die DDR.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.09.2019

Willi Winkler wünscht sich ein Musical über das Leben des Berufsspions Heinz Felfe. Die Fakten liefert der fleißige BND-Chefhistoriker Bodo V. Hechelhammer laut Winkler zwar in onkelhaftem Ton, aber detailreich und genau aus den Quellen schöpfend. Felfes unglaubliche Karriere bei RSHA, britischen, sowjetischen und deutschen Geheimdiensten vermag der Autor laut Winkler anhand von Zeitzeugenberichten zwar zu rekonstruieren, Felfe aber bleibt standesgemäß die graue Maus, die sich überall durchschlägt, so Winkler.
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