Aus dem Französischen übersetzt von Barbara Hahn, Katja Fröhlich und Carsten Hinz. Francine R. war während der deutschen Besatzung Frankreichs Mitglied der Résistance. Am 6. April 1944 wird sie zusammen mit ihrer Schwester von der Gestapo verhaftet. Beide werden anschließend in unterschiedliche Lager nach Deutschland deportiert. Schliesslich wird Francine im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück inhaftiert. Sie erzählt aus erster Hand von den unmenschlichen Bedingungen der Zwangsarbeit und des (Über-)Lebens im Lager. Mit seinen zurückgenommenen Zeichnungen findet Boris Golzio einen Ansatz, die Geschichte Francines einfühlsam zu erzählen.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 10.05.2021
Rezensentin Silke Merten bewundert, wie der Zeichner Boris Golzio in seinem Comic die Balance zu halten versteht zwischen historischer Exaktheit und Empathie. Wenn Golzio die KZ-Erfahrungen der Franzine R. mit sparsamem Strich in Graubraun abbildet, die Stationen ihrer Haft zwischen 1944 und '45, die Stätten des Grauens, wie auch Begegnungen mit der Überlebenden, scheint Merten erleichtert über die gewährte Distanz. Diese entsteht nicht zuletzt durch die Recherchen und Ergänzungen des Autors, die Francines Erinnerungen vervollständigen, wie Merten erläutert.
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