Aus dem Amerikanischen von Otto Bayer. Père Laforgue kommt als Jesuit in die Neue Welt, um unter Lebensgefahr "Wilde" zu missionieren. Doch je länger er deren Leben teilt, desto mehr beginnt er sie zu begreifen. Die gemeinsame Fahrt den Fluss hinauf gen Norden, durch Feindesland, dem Winterlager entgegen, wird zur Bewährungsprobe. Mit genau recherchierten Details lässt Brian Moore das frühe 17. Jahrhundert plastisch werden.
Rezensent Marko Martin hat die Lektüre dieses erstmals 1985 erschienenen Romans über die christliche Missionierung Kanadas im 17. Jahrhundert dazu angeregt, sich zu fragen, ob die Theorien der postcolonial studies nicht ein viel zu idyllisches Bild von den first nations zeichnen. In "Schwarzrock" zeigt der Autor dem Kritiker nämlich, welche Grausamkeiten Algonkin, Huronen und Irokesen einander antaten, ohne dabei dem unter ihnen missionierenden Jesuiten Pére Paul die Zweifel an seinen eigenen Heilsversprechen zu ersparen - für Martin der Beweis, dass eine Religion, die selbstkritisch ist, immer noch großes emanzipatorisches Potenzial birgt.
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