Beschrieben wird die kulturelle, politische und ökonomische Entwicklung des Subkontinents vom präkolumbianischen Amerika über die Kolonialzeit bis in die Gegenwart. Exemplarisch werden insbesondere Mexiko und Argentinien in den Blick genommen. Ausschlaggebend ist der kulturwissenschaftliche Ansatz, der die facettenreichen historischen Aspekte der 'Neuen Welt' eng aufeinander bezieht, etwa die viel diskutierte(n) kulturelle(n) Identität(en) Lateinamerikas.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 10.05.2006
Im Großen und Ganzen ist Kersten Knipp zufrieden mit dieser Übersicht über die lateinamerikanische Geschichte, bei der der Fokus stärker auf der Kultur- als der Wirtschaftsgeschichte des Kontinents liegt. Dem Autor Norbert Rehrmann gelingt seiner Einschätzung nach ein "anschaulicher Überblick", der sich zudem auch noch angenehm liest. Das Buch bleibt deswegen überschaubar, weil Rehrmann einzelne Episoden der lateinamerikanischen Geschichte "selektiv" ausgewählt und "exemplarisch" aufbereitet hat. Nur mit Rehrmanns Kulturbegriff in diesem "klugen" Buch ist Knipp nicht einverstanden. Den hätte er sich etwas "dynamischer" gewünscht.
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