Brian Selznick

Die Entdeckung des Hugo Cabret

(Ab 10 Jahre)
Cover: Die Entdeckung des Hugo Cabret
cbj Verlag, München 2008
ISBN 9783570133002
Gebunden, 544 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Uwe-Michael Gutzschhahn. Mit rund 200 Illustrationen von Brian Selznick. Hugo Cabret, seines Zeichens Waisenjunge, Dieb und Wächter der Uhren, lebt verborgen in den Gemäuern des Pariser Bahnhofs. Niemand weiß von ihm, dem Jungen, der alles im Blick behält und sich doch allen Blicken entzieht. Bis ein kühnes Mädchen und ihr bärbeißiger Großvater auf ihn aufmerksam werden. Schlagartig ist in Gefahr, was Hugo so sorgsam hütet seine geheime Existenz - und damit die rätselhafte Zeichnung, das liebevoll aufbewahrte Notizbuch und der mechanische Mann. Jene Dinge, die den Weg zu seinem wohl gehüteten faszinieren Geheimnis weisen ...

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 19.03.2008

Seufzend hat Siggi Seuss dieses buch in den Händen gehalten, dass ihn zu den Anfängen des Films zurückführte, in die Zeit des Fin de Siecle, als die Magie noch von Hand gemacht wurde. Er sieht in dem 500-Seiten-Buch des New-York-Times-Illustrators Brian Selznicks eine einzige Hommage an den Filmpionier Georges Melies. Aber auch wenn dies alles Seuss sehr entgegen kommt, der keinerlei Freude am digitalen Fortschritt zu haben scheint, wird er doch nicht so ganz glücklich mit diesem Buch, das ihm doch ein wenig zu konstruiert.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.03.2008

Zunächst macht die Rezension von Susanne Klingenstein ihre Leserinnen und Leser mit dem stilbildenden Kinderbuchillustrator Maurice Sendak, dann mit der Biografie des David-O.-Selznick-Großneffen zweiten Grades Brian Selznick bekannt. In "Die Erfindung des Hugo Cabret" erzählt Selznick vom zwölfjährigen Titelhelden, der in einem Pariser Kino im Jahr 1931 einen alten Mann kennenlernt, bei dem es sich um niemand anderen als den alt gewordenen und längst vergessenen George Melies handelt. Diesem stiehlt Cabret die Puppen, die er verkauft, und zwar, weil er glaubt, sie gäben ihm Nachricht von seinem Vater. Ungewöhnlich und überzeugend findet Klingenstein die von Selznick gefundene Form. Das Buch setzt sich nämlich zusammen aus "wortlosen schwarzweißen Bildsequenzen und Textseiten" und erinnert die Rezensentin so an einen frühen Stummfilm nach Art von Melies. Die Geschichte und die für sie gefundene grafische Gestalt fügen sich, resümiert sie, zu "einem großartigen Kinderbuch".
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