Aus dem Französischen von Hildegard Lest. Mit Illustrationen von Leanne Shapton. Die verträumte Delphine wächst bei ihrer verwitweten Mutter auf, die viele Opfer bringt, damit ihre Tochter Ballett tanzen darf. Ganz anders Julie: Die Tochter aus reichem Hause ist verzärtelt, stets von sich überzeugt und Liebling ihrer Lehrerin. Beide besuchen die Ballettklasse der Pariser Opera Garnier und bekommen die Chance, an der Seite des umschwärmten Solisten Ivan Barlof die Galatea zu tanzen. Als Delphine die Rolle ergattert und Julie nur zweite Besetzung wird, sinnt sie auf Rache und stellt der arglosen Delphine eine Falle, die alles verändern wird.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.11.2020
Wir haben es hier mit einer gewissen Ballettmädchen-Industrie zu tun, verrät uns gleich zu Beginn Eva-Maria Magel. Bücher, Filme, Fernsehserien haben sich unter reger Beteiligung der Autorin, selbst ehemals Tänzerin, seit 1966 einander angelagert. Jetzt hat der Insel-Verlag das ganze im "Retrolook" neu verpackt herausgegeben, und am Kern - daneben sind Vorwort und Interviews zur Gegenwart der Tanzausbildung - hat das Ganze doch reichlich "Staub" angesetzt, findet Magel. Wie damals für Jugendliche, und besonders Mädchen geschrieben wurde, das ist für die Kritikerin grässlich, auch wenn sie moderate Worte für ihre Abneigung findet. Immerhin stellt sie fest, "Nostalgiker wird es freuen", und ist ansonsten froh, dass für Jugendliche heutzutage doch sehr anders geschrieben wird.
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