Britta Schröder

Zwölfender

Roman
Cover: Zwölfender
Weissbooks, Frankfurt am Main 2012
ISBN 9783863370183
Gebunden, 156 Seiten, 16,90 EUR

Klappentext

Was, wenn das Leben, wie es bisher war, nicht mehr zu einem gehört? "Zwölfender" beginnt mit einer Begegnung, die das Selbstverständnis der Ich-Erzählerin aus den Angeln hebt. Antworten suchend, reist sie an den Atlantik, durch die trockenste Wüste der Welt und bis zum Pazifik. Sie findet Nähe zu dem Anthropologen Robert, hat in dem verwahrlosten Merce einen skurilen Wegbegleiter und lernt drei finnische Geschwister kennen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.12.2012

Nadya Hartmann empfiehlt uns den Debütroman von Britta Schröder als souveräne Erzählung eines psychologischen Befreiungsversuches. Die Protagonistin, eine Restauratorin, erfahren wir, löst sich aus "vernarbter" Vaterliebe und aus eigenen Blockierungen, Eitelkeit, Einsamkeit. Dafür, dass der Prozess der Selbstfindung als Roman gelingt, sorgt laut Hartmann der Rückgriff auf Sartre sowie eine uneitle Sprache und die Kunst der Einfühlung, die die Autorin in Hartmanns Augen beherrscht.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 01.11.2012

Entzweiung ist es, worum sich in Britta Schröders Romandebüt "Zwölfender" alles dreht, weiß Rezensent Roman Bucheli. Schon das Buch selbst ist zweigeteilt: zwei Handlungsstränge werden verfolgt, durch unterschiedliche Typografie klar voneinander abgehoben. Klar ist aber nicht, wie sie sich zueinander verhalten, findet der Rezensent. Die Ich-Erzählerin ist in einem der beiden auf der Suche nach etwas - Bucheli ist sich nicht ganz sicher, ob sie selbst weiß, wonach. Die zweite Erzählebene ist verworrener, meint der Rezensent. Die Erzählerin scheint irgendwo eingeschlossen zu sein, bewegt sich aber auch in der freien Natur. Die "schwindelerregende Unbestimmtheit" macht für Bucheli aber gerade den Reiz des Buches aus, das er als Debüt gleichermaßen gewagt wie gelungen findet.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.10.2012

Rezensent Christoph Schröder sieht in Britta Schröders Debütroman "Zwölfender" die sehr gelungene Darstellung eines "unsteten Bewusstseins", das nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Leser ein Rätsel bleibt. Das nacherzählbare Erzählgerüst gibt der Rezensent als die Geschichte einer jungen Frau wieder, die ihren Vater mit dem Messer attackiert, sich dann auf ausgedehnte Reisen begibt, bei denen sie auf extreme Landschaften und viele Menschen trifft. Der schmale Roman mischt surreale Motive mit einer geschliffen klaren Sprache, die diese schwierige Existenz faszinierend darstellt, ohne dass sie ihrer Rätsel enthoben würde, lobt Schröder, der sich davon offensichtlich hat beeindrucken lassen.

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