Aus dem Englischen von Katharina Böhmer. Eine junge Jüdin zwischen Tel Aviv, Berlin und New York, zwischen dem Pulsschlag der Metropolen und dem Schatten ihrer Geschichte: Fela begleitet ihren Großvater auf einer Reise in das Land seiner Kindheit, Polen, die Heimat, die ihm die Nazis genommen haben. Fela, Tochter einer Deutschen und eines Zionisten und selbst in Zeiten bewaffneter Konflikte aufgewachsen, spürt zunehmend, wie sehr ihr eigenes Leben mit dem des Großvaters verstrickt ist. Und doch gibt es da noch mehr, gibt es Liebe in Zeiten des Krieges, gibt es Humor, Verständnis - und eine Zukunft.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.11.2010
Sandra Kegel ist zutiefst beeindruckt von diesem Debütroman, der zugleich eine Adoleszenzgeschichte wie die Familiengeschichte von Holocaust-Überlebenden und ihren Kindern und Enkeln ist. Die Rezensentin hat die 29-jährige Autorin, die in Deutschland geboren wurde, mit vier nach Israel zog, später in New York lebte und heute wieder in Israel beheimatet ist, in Frankfurt am Main getroffen, wie sie berichtet. Sie sieht viele Gemeinsamkeiten zwischen der Autorin und der Heldin ihres Romans Fela, die mit ihrem Großvater auf Spurensuche in seinen Geburtsort nach Polen reist. Sie findet zwar den Anfang des Romans, wo Fela eine erste Liebesnacht erlebt, stilistisch völlig verunglückt, wie sie zugeben muss, dann aber lässt sie sich vollends von der Einfühlsamkeit und Eindringlichkeit der Geschichte in Bann ziehen. "Sag es mir" ist eine "Reise in die Vergangenheit", bei der die Folgen der traumatischen Familiengeschichte bis in die Gegenwart hinein prägend sind, so Kegel beeindruckt. Von der Eruierung von "Geschichte, Gedächtnis und Erzählung", die Fogel ihre zerrissene Protagonistin unternehmen lässt, zeigt sie sich dann auch sehr gefesselt und angetan.
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