Bruce Schoenfeld

Althea Gibson - Gegen alle Widerstände

Die Geschichte einer vergessenen Heldin
Cover: Althea Gibson - Gegen alle Widerstände
Harper Collins, Hamburg 2021
ISBN 9783749902590
Gebunden, 416 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Elisabeth Schmalen. Bis 1950 durfte sie nicht gegen Weiße spielen. Dann gewann sie Wimbledon. Althea Gibson war die erste Schwarze, die Wimbledon gewann. Doch der Weg dorthin war hart. Aufgrund ihrer Hautfarbe wird die US-Amerikanerin immer wieder diskriminiert und ausgegrenzt, auf dem Platz beschimpft und ausgebuht. Angela Buxton, Engländerin und Enkelin russischer Juden, kämpft aufgrund ihrer Herkunft mit ähnlichen Vorurteilen. Beide Frauen gelten im Profitennis der fünfziger Jahre als Außenseiterinnen - bis sie sich zusammentun und in Wimbledon 1956 das Damendoppel gewinnen. Ein Sieg, der wie ein Donnerschlag die damalige Sportwelt erschüttert. Am Ende ihrer Karriere hat Althea Gibson elf Grand-Slam-Titel geholt. Dies ist ihre Geschichte: zwei Frauen, die nicht zuließen, dass Intoleranz, Rassismus und Engstirnigkeit über sie triumphierten. Und ein Denkmal für die einst berühmteste Tennisspielerin der Welt.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 05.10.2021

Als Bruce Schoenfelds Biografie der Tennisspielerin Althea Gibson vor fünfzehn Jahren im Original erschien, mag es noch als amerikanische Sportlerinnen-Biografie auf wenig Interesse gestoßen sein, aber jetzt liest es Rezensent Jens Uthoff zeitgemäß als Buch über Rassismus, Klassismus, Sexismus. Althea Gibson war Tennisspielerin, die 1958 als erste Schwarze das Turnier von Wimbledon gewann, bei den French Open auch zusammen mit ihrer britisch-jüdischen Freundin Angela Buxton. Für Uthoff bekommt mit dieser Geschichte der Begriff "weißer Sport" als Synonym für Tennis eine ganz neue Bedeutung. Über die ungelenke Übersetzung sieht er großzügig hinweg.   

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