Genoa Caldwell (Hg.), Burton Holmes

Reiseberichte

Der größte Reisende seiner Zeit, 1892-1952
Cover: Reiseberichte
Taschen Verlag, Köln 2006
ISBN 9783822827680
Gebunden, 368 Seiten, 39,90 EUR

Klappentext

In einer Zeit, als man noch nicht ins Flugzeug stieg oder Radio hörte, als das Fotografieren und Filmemachen eine Revolution starteten, brach Burton Holmes (1870 - 1958) zu einer lebenslangen Reise auf, um die Welt nach Hause zu holen. Von den Boulevards in Paris bis zur Großen Mauer in China, von den modernen Olympischen Spielen in Athen bis zum Ausbruch des Vesuvs 1906 führten seine "schönsten Wege um die Welt", die er anhand von Geschichten, Fotografien und Filmen mit einem Publikum in ganz Amerika teilte. Als junger Mann wurde Holmes von John L. Stoddard unter die Fittiche genommen, einem der ersten amerkanischen Schriftsteller, der auf Lesereise ging. Dieser hinterließ ihm ein reiches Erbe, und so reiste Holmes im Sommer rund um den Globus und im Winter quer durch die Vereinigten Staaten, wo er aus seinen Vorträgen nach und nach Unterhaltungsshows machte. 1904 erfand er den Begriff "Travelogue", um seine Auftritte zu bewerben und begeisterte seine Zuhörer mit zweistündigen Inszenierungen seiner Reisegeschichten - inklusive handbemalter hinterleuchteter Glasscheiben und einigen der ersten "bewegten Bilder". Ob Paris, Peking, Delhi, Dubrovnik, Moskau, Manila, Jakarta oder Jerusalem: Burton Holmes war überall. Er besuchte jeden Kontinent und beinahe jedes Land der Erde, schoss dabei mehr als 30.000 Fotos und drehte fast 152.000 Meter Film. Dieses Buch präsentiert das Beste aus seinen Archiven und enthält brillante Farbaufnahmen, die seit Jahrzehnten nicht mehr gezeigt worden waren.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 21.11.2006

Einen "Prachtband" haben wir hier vorliegen, konstatiert Michael Winter. Leider ist ihm keine weitere Meinungsäußerung zu entlocken. Allerdings berichtet er ausführlich über Burton Holmes und dessen Pioniertaten in Sachen Auslandsberichterstattung und Dokumentarfilm, was auf eine gewisse Faszination des Rezensenten für den weltreisenden Amerikaner schließen lässt, der mit seinen Vorträgen mühelos die Carnegie Hall füllte. Beim Betrachten der von Assistentinnen mit einhaarigen Hermelinpinseln handkolorierten Aufnahmen aus dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts, von Hitlerjungen und dem Taj Mahal, staunt Winter über die Gleichzeitigkeit von Konzentrationslagern und Maharadschas.

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