Aus dem Schwedischen von Gabriele Haefs. Eine Tote, mitten im Wald. Getötet an dem Ort, wo vor Jahren das Skelett eines kleinen Mädchens lag. Ein cold case, der nie gelöst wurde. Wer sind die Toten? Was hat der spurlos verschwundene Kommissar mit ihnen zu tun? Und warum erinnert Profilerin Hanne sich an keine Ermittlungsergebnisse? Die Einwohner des kleinen trostlosen Omberg, das mitten zwischen dunklen Kiefernwäldern liegt, halten sich bedeckt. Doch niemand, nicht einmal die Polizei, kann der Wahrheit entkommen, die sich nach jahrelangem Schweigen bahnbricht…
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.09.2019
Rezensentin Rose-Maria Gropp ist begeistert von Camilla Grebes Schwedenkrimi, der Thriller und Psychogramm einer Gemeinschaft unter Druck zugleich sei. "Tagebuch meines Verschwindens" spielt in Ormberg, einem traurigen Städtchen in einer ehemaligen Bergbauregion. Vor fünfundzwanzig Jahren wurden hier eine Bosnierin und ihre kleine Tochter ermordet, berichtet Gropp, jetzt kehrt eine Polizistin in den Ort ihrer Kindheit zurück, eine Profilerin droht ihr Gedächtnis zu verlieren und während sie im Wald herumirrt, queren sich ihre Spuren mit einem Jungen, der sich gern die Kleider seiner Mutter anzieht. Wirklich trickreich findet die Rezensentin, wie die Autorin die dreifache Bewegung nachzeichnet, mit Perspektiven arbeitet und dabei eindeutige Zuschreibungen auflöst.
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