Klappentext

Aus dem Schwedischen von Kerstin Schöps. Drei Jahre ist es her, dass Lelles Tochter in einem abgelegenen Teil Nordschwedens spurlos verschwand. Seither fährt er jeden Sommer im düsteren Licht der Mitternachtssonne die Straße ab, an der Lina zuletzt gesehen wurde. Nacht für Nacht sucht er verzweifelt nach seiner Tochter, nach sich selbst und nach Erlösung. Dann kommt eines Tages die siebzehnjährige Meja in der Hoffnung auf einen Neuanfang in Norrland an. Doch als sich die Dunkelheit des aufkommenden Herbstes über das Land legt, verschwindet ein weiteres Mädchen. Und Lelles und Mejas Leben werden durch dramatische Ereignisse miteinander verbunden, die sie nie wieder loslassen werden.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 20.07.2019

Wenn Rezensentin Katharina Granzin von Furchtbarem lesen will, dann "wenn es so fantastisch erzählt wird wie hier": Die jugendliche Melle muss mit ihrer nichtsnutzigen Mutter zuerst zu deren neuem Lebensgefährten ziehen, der weithin nur für seine Pornosammlung bekannt ist, und flüchtet schließlich auf den abgelegenen Hof der Eltern ihres neuen Freundes, wodurch sie in die Fänge seiner Familie von Preppern gerät. Parallel sucht ein Gymnasiallehrer manisch nach seiner lange verschollenen Tochter, und bald verschwindet noch ein weiteres Mädchen, fasst die Rezensentin die Handlung zusammen. Dass über den vom Leben angewiderten Hauptfiguren ganztätgig die Sommersonne Schwedens schwebe, gebe der Autorin Anlass zu großartigen Landschaftsbeschreibungen, die die Geschichte in ein schaurig-schönes Licht tauchen, lobt die Rezensentin.