Aus dem Schwedischen von Dagmar Mißfeldt. In einer nordschwedischen Kleinstadt gibt ein maroder Brückenpfeiler ein grausames Geheimnis preis: die kopflose Leiche einer jungen Frau. Schnell wird klar, dass es sich um Sofia handeln muss, die vierzig Jahre zuvor spurlos verschwand. Damals trafen sich fünf Mädchen im Teenageralter regelmäßig in einem Buchklub, den sie den Polarkreis nannten. Was geschah in jenem verhängnisvollen Sommer? Kurz nach dem schrecklichen Fund treffen sich die vier übrigen Frauen des Buchklubs zum ersten Mal wieder, um diese Frage zu beantworten. Schnell wird klar, dass etwas in der Beziehung der Mädchen der Auslöser für das Verbrechen gewesen sein muss …
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 24.02.2025
Ziemlich solide findet Kritikerin Sylvia Staude die Krimis der Schwedin Liza Marklund, auch ihr neuestes Buch überzeugt wieder einmal sowohl atmosphärisch als auch durch die Handlung, die in einer Kleinstadt nahe des Polarkreises angesiedelt ist. Eine kopflose Leiche wird im Fundament einer baufälligen Brücke gefunden, es handelt sich wohl um die vor vierzig Jahren verschwundene Sofia, erfahren wir. Marklund erzählt nun insbesondere von ihrem früheren Freundeskreis, vier weitere Mädchen, die zusammen einen Buchclub hatten und deren unterschiedliche Leben auch eine Art Sozialpanorama unterschiedlicher Gesellschaftsschichten bilden. Bei den Ermittlungen kommt heraus, dass Sofia sich bei den Amerikaner, die in der Weite der schwedischen Landschaft Raketen testeten, prostituiert hat, genau, wie ihre Freundin Carina. Die Ermittlungen gehen allerdings langsam voran, denn die Erinnerung der Zeugen an die Zeit ist verblasst - laut Staude hat das durchaus seinen Reiz, weil die Erzählung sich viel Zeit nimmt, die Personenschicksale, aber auch die schwedische Vergangenheit auszuleuchten.
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