Aus dem Schwedischen von Julia Gschwilm. Der junge Pfadfinder Edvin campt auf einer kleinen Schäreninsel, wo er und seine Kameraden Pilze sammeln. Ausgerüstet mit einem Körbchen findet er stattdessen einen halbvergrabenen Totenkopf im Wald. Obwohl er erst zehn Jahre alt ist, weiß er sofort, was zu tun ist: Er steckt den Schädel in eine Plastiktüte und türmt aus dem Pfadfinderlager zurück nach Stockholm geradewegs in die Wohnung seines Nachbars - dem berühmt berüchtigten Kommissar Evert Bäckström.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 31.03.2020
Sylvia Staude amüsiert sich eigentlich immer ganz gut mit den Roman des Schweden Leif GW Persson, der in "Wer zweimal stirbt" wieder Kommissar Bäckstrom an den Start schickt. Staude kann diese Ermittlerfigur gut verkraften, warnt aber, dass es sich bei Bäckstrom um einen veritablen Kotzbrocken handelt, den seine hohe Aufklärungsrate jedoch unantastbar macht. Diesmal muss er klären, wie der Totenschädel einer Frau in die schwedischen Schären kommt, die eigentlich 2004 beim schweren Tsunami in Thailand ums Leben gekommen war. Beschwingt, findet die Rezensentin die Lektüre, süffig plaudernd und satirisch gewürzt.
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