Aus dem Englischen von Anke Caroline Burger. Der letzte Band der Trilogie um Eden Archer und Frank Bennett: Eden, Top-Cop bei der Mordkommission von Sydney, ist nach ihrem Undercover-Einsatz schwer angeschlagen. Das hält sie aber nicht davon ab, mit dem weiterzumachen, was sie am besten kann: in nächtlichen Streifzügen Killer und Psychopathen aufzuspüren und für immer aus dem Verkehr zu ziehen. Ihr Kollege Frank ahnt ihr dunkles Geheimnis, hält jedoch still - noch.Als ein Killer in den Parks von Sydney eine Joggerin nach der anderen bestialisch ermordet, müssen die beiden Cops auf Gedeih und Verderb wieder zusammenarbeiten. Aber rasch eskaliert die Lage, weil Franks neue Freundin, die Psychologin Imogen Stone, in ihrer Freizeit für üppige Belohnungen alte Fälle wieder aufrollt und dabei auf die zwanzig Jahre alten Tanner-Morde stößt.
Rezensent Elmar Krekeler ist misstrauischer geworden seit Candice Fox' Thriller-Trilogie: Mörder könnten hinter jeder Ecke, hinter jedem schönen Gesicht und jeder reinen Fassade lauern, so wie zum Beispiel hinter der Ermittlerin Eden Archer, deren Geschichte in "Fall", dem dritten Teil der Thriller-Reihe erzählt wird. Tagsüber ermittelt sie gemeinsam mit ihrem Kollegen, nachts betreibt sie Selbstjustiz der unfeinsten Sorte, lesen wir. Die Australierin Candice Fox wollte einen Weltbeststeller schreiben und sie hat es geschafft, freut sich Krekeler. Herausgekommen ist ein üppiger Thriller, bei dem einem "Hören und Sehen vergeht", voll von geplatzen Köpfen, verstörenden Traumata, von Anspielungen und Anleihen aus dem Horrorgenre und sogar die Gesellschaftskritik kommt nicht zu kurz, lobt der Rezensent.
In der Flut von als Krimis "verpackten" Gesellschafts-, Familien- und Erziehungsromanen ist Candice Fox' Eden-Trilogie ein Lichtblick, versichert Rezensent Tobias Gohlis. Denn hier wird nach Herzenslust gemordet, fährt der Kritiker fort, der sich einmal mehr von der tagsüber ermittelnden und nachts triebgeleitet killenden Eden und ihrem "tumben" und menschlichen Normalo-Kompagnon in den Bann ziehen lässt. Dass in diesem dritten Fall um den allgegenwärtigen Schönheitswahn noch eine weitere Serienmörderin auftritt und Fox ihre "Comicwelt" noch überraschungsreicher gestaltet, stimmt den Rezensenten vollends glücklich.
Allzu viel hat Rezensentin Katharina Granzin am nun vorliegenden letzten Teil von Candice Fox' Archer-und-Bennett-Trilogie nicht auszusetzen. Dass schnell klar ist, wer die beiden Joggerinnen ermordet hat, stört die Kritikerin nicht: Mit viel Action, aber auch überdurchschnittlich viel Hintergrundinformation zu Edens rätselhafter Herkunft sorgt der australische Thriller-Star auch in diesem Band für ausreichend Spannung, versichert Granzin. Zudem liest sie das Buch als gelungenen "bitterbösen" Kommentar auf den allgegenwärtigen Schlankheits- und Fitnesswahn. Allerdings gerät der Rezensentin die Handlung bei all der Komplexität und den zahlreichen Perspektivwechseln zu wenig stringent und fokussiert.
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