Monika Geier

Alles so hell da vorn

Roman
Cover: Alles so hell da vorn
Argument Verlag, Berlin 2017
ISBN 9783867542234
Kartoniert, 352 Seiten, 13,00 EUR

Klappentext

Kriminalkommissarin Bettina Boll wird in aller Herrgottsfrühe aus dem Bett geklingelt: Ein Kollege ist tot, heißt es. Erschossen. In einem Frankfurter Puff. Und es handelt sich ausgerechnet um ihren Ex-Partner und Ex-Beinahe-Freund Kriminalhauptkommissar Michael Ackermann. Ackermann, so stellt sich heraus, war seit Monaten Stammkunde in dem Puff, den er stets in Uniform aufsuchte. Erschossen hat ihn eine sehr junge Prostituierte, die sich Manga nennt. Und zwar mit seiner Dienstwaffe. Mit der ist sie jetzt auf der Flucht. Dann kommt aus dem abgeschiedenen Dorf Höhweiler in Rheinland-Pfalz die Meldung, dass ein aufreizend gekleidetes junges Mädchen vor großem Publikum den Schuldirektor erschossen hat. Ist das der nächste Tote auf dem Konto der geheimnisvollen Manga? Monika Geier, Meisterin der exzentrischen Charaktere, knöpft sich mit der ihr eigenen sardonischen Heiterkeit einen grimmigen Stoff vor - mitreißend, rockig, direkt aus dem echten Leben.

Im Perlentaucher: Blutrünstige Engel

Das ist das Erstaunliche an diesem Roman: Die Abgründe des Mannes sind tief und finster, seine Zähne schlecht und seine Klamotten furchtbar, aber dann ist er auch wieder so gutmütig und großherzig, dass er kaum einen Unterschied macht zwischen einer schießwütiger Nutte oder einem verlorenen kleinen Mädchen. Thekla Dannenberg in Mord und Ratschlag

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.07.2017

Rose-Maria Gropp findet Monika Geiers Roman mit dem weiblichen Superbullen Bettina Boll im Zentrum spannend und äußerst lesenswert, auch wenn (oder gerade weil) am Ende der Handlung einige Erzählstränge liegen blieben. Mitten rein in ein rasantes Geschehen führt sie der Text und präsentiert ihr eine eigensinnige, emotionale wie effiziente Heldin und eine gekonnt gebaute Geschichte um Kinderprostitution. Gropp schätzt die überraschenden Wendungen im Text und dass sie als Leserin mitdenken muss. Nicht alles wird auserzählt, meint sie.
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Rezensionsnotiz zu Die Welt, 13.06.2017

Nichts ist hell in diesem Roman, baut Elmar Krekeler eventuell falschen Vorstellungen vor, eher ziemlich finster. Denn Monika Geier führt ihre Leser weit hinab in Tiefen der männlichen Seele. Ein Mädchen verschwindet, und als es wieder auftaucht, sind gleich mehrere Männer tot: Ein Polizist, ein Zuhälter und der Direktor einer Polizeipuppentheatertruppe. Krekeler liebt Geiers Romane, in denen Halbtagskommissarin Bettina Boll durch die Pfalz irrlichtert, die Wirtshäuser "Goldene Grumbeere" heißen und den Versehrten des Lebens nur Lewwerknepp bleiben.

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