Aus dem italienischen von Enrico Heinemann. Weiße Löcher sind das Gegenteil von Schwarzen Löchern - sie sind womöglich ihre Abkömmlinge. Die einen ziehen alle Materie unwiderstehlich in sich hinein, die anderen stoßen sie unabwendbar aus sich heraus. Sie sind ein weiteres großes Rätsel der Kosmologie, und noch gibt es keinen Beweis ihrer Existenz. Einsteins Gleichungen lassen sie aber vermuten, und mit Rovellis spezieller Variante der Quantentheorie sind die Weißen Löcher theoretisch darstellbar. Er ist nach Jahren der Forschung davon überzeugt, dass es sie gibt. Sie könnten sogar der Ursprung unseres Universums sein. Ein Weißes Loch, das sich mit einem Schwarzen jenseits des Zeitflusses zu einem Wurmloch verbindet, könnte Materie aus dem Nichts irgendwo wieder herausschleudern. Weiße Löcher - der Ursprung unserer Existenz?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.01.2024
Rezensent Ulf von Rauchhaupt lernt beim Physiker Carlo Rovelli allerhand über Schwarze und vor allem Weiße Löcher. Über Rovellis Spezialgebiet der Schleifenquantengravitation soll sich der Leser lieber woanderes schlau machen, rät er. In diesem Buch taucht der Professor laut Rezensent eher in seichtem Wasser, wenn er Tolkien, Dante, Daoismus und Einstein aufruft, aber kaum in die Tiefe geht, um die Quantenmechanik zu erklären oder Einsteins Theoreme. Bisweilen wird der Professor in seinen Exkursen gar lyrisch bzw. philosophisch, warnt Rauchhaupt. Etwa, wenn er erklärt, warum Weiße Löcher bisher noch nie beobachtet wurden: Es gibt sie noch nicht.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 25.11.2023
Ein "spannendes Workout für die Vorstellungskraft" absolviert Rezensent Volkart Wildermuth mit Carlo Rovellis Buch über weiße Löcher, die der Physiker als eine Art umgekehrten Zwilling der schwarzen Löcher begreift. Sie stoßen in seiner Interpretation Licht und Materie aus, für diese Perspektive argumentiert er mit Quantenphysik und der Relativitätstheorie und wirft alles auf höchst anregende Weise ständig wieder um, bekundet Wildermuth. An Rovellis etwas weniger wissenschaftliche Perspektive muss er sich zwar erst gewöhnen, freut sich dann aber über die Anregungen, die Welt vielfältiger und aufmerksamer zu betrachten.
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