Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.10.2000
Über diesen Band, der ein "Stiefkind der historischen Forschung in Deutschland" bei der Hand nimmt, zeigt sich der Rezensent mit dem Kürzel "ale." recht erfreut, wenn auch den Beitragsgebern offenbar ein Hang zu politischer Pädagogik nachzusagen ist. Die meisten Beiträge, beruhigt uns die Besprechung, lieferten einen zuverlässigen Forschungsüberblick. Der Rezensent hebt die in einigen Aufsätzen gegebenen Hinweise auf Forschungslücken und den "Blick über die Grenzen" - auf konservative Strömungen in den USA, Kanada und Österreich (!) - hervor, vermisst aber zugleich die Ausweitung dieser Perspektive auf weitere europäische Staaten. Dennoch, und auch wenn sich "ale." angesichts der im internationalen Vergleich zutage tretenden Vielschichtigkeit des Terminus "konservativ" einen begriffsgeschichtlichen Abriss gewünscht hätte, wünscht er dem Buch seinerseits viele themenhungrige Historiker.
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