Darf man auf Kirschen Wasser trinken? Machen Nudeln dick? Darf man Pilzgerichte aufwärmen? Hilft Grüner Tee gegen Krebs? Macht Pernod impotent? Enthalten Gummibärchen Gelatine aus Schweineköpfen? Was bewirken Fitneß-Drinks? Catharina Lohmann geht in ihrem Buch solchen Fragen rund ums Essen nach und findet (meistens) überraschende Antworten. Übrigens: Bananen machen tatsächlich glücklich, weil sie den Serotoninspiegel im Gehirn erhöhen.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 11.11.1999
Sabine Sütterlin bespricht Lohmanns Ernährungsberater zusammen mit "Ernährung in der Wissensgesellschaft" von José Lutzenberger und Franz-Theo Gottwald und Hans-Ulrich Grimms "Aus Teufels Topf".
1) Catharina Lohmann: "Machen Bananen glücklich?" (C. H. Beck Verlag)
Zwar verspreche Lohmanns Titel ein bisschen zuviel - als wirklichen Berater oder gar als Nachschlagewerk könne man ihr Buch nicht verstehen -, aber Sütterlin hat Lohmanns Streifzug durch allerlei Wissenswertes zum Thema offensichtlich mit Vergnügen und Gewinn gelesen. Endlich bekommt man Auskunft zu ewigen Fragen der Menschheit. Ist es schädlich nach dem Kirschenessen Wasser zu trinken? Nein, so hat Sütterlin bei Lohmann gelernt, denn die Blähungen bekommt man von den Kirschen schon ganz allein.
2) José Lutzenberger/Franz-Theo Gottwald: "Ernährung in der Wissensgesellschaft" (Campus Verlag)
Allzu viel Gutes weiß sie zu Lutzenbergers und Gottwalds Plädoyer für biologische Ernährung nicht zu sagen. Sie findet die Prosa der Autoren gestelzt und prätentiös und meint, dass sie die Macht der Ernährungsindustrie schlicht unterschätzen. Ihre These "Global denken, lokal essen" kommt Sütterlin allzu blauäugig vor, und bei den Passagen über die Gentechnik "erwecken die Autoren nicht den Eindruck, als hätten sie wirklich durchdrungen, worum es bei diesen Techniken geht".
3) Hans Ulrich Grimm: "Aus Teufels Topf" (Klett-Cotta Verlag)
Zu Grimm, der in einem früheren Buch auch schon den "Bio-Bluff" gegeißelt hat, weiß Sütterlin einiges Gute zu sagen. Bei ihm schätzt sie, anders als bei Lutzenberger und Gottwald, das Plädoyer für biologische Ernährung. Lobend zeichnet sie nach, wie der ehemalige "Spiegel"-Journalist die Gefahren der heutigen Industrienahrung aufzählt. Da gehe es nicht nur um Dioxin und BSE, sondern auch um an sich harmlose Keime, die durch Lagerhaltung und lange Transportwege zu gefährlichen Erregern mutieren. Positiv vermerkt sie auch Grimms Hinweis auf die Macht der Verbraucher, die allein die Nahrungsindustrie zum Einlenken bewegen könnten.
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