Aus dem Französischen von Elsbeth Ranke. Der Botaniker Marc Jeanson leitet das größte Herbarium der Welt: ein magischer Ort mitten in Paris, der das Wissen von Jahrtausenden birgt. Gesammelt von Naturforschern wie Lamarck und Linné, die die Flora im 18. Jahrhundert erstmals kartografierten. In "Das Gedächtnis der Welt" nehmen uns Marc Jeanson und Charlotte Fauve mit auf die Expeditionen der großen Gelehrten - und auf die eigene abenteuerliche Suche nach unbekannten Pflanzen, die benannt und vor dem Vergessen bewahrt werden wollen.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 07.10.2020
Rezensentin Susanne Billig glaubt, mit dabei zu sein, wenn Marc Jeanson und Charlotte Fauve von den tollkühnen Botanikern erzählen, die nach gefährlichen Seefahrten und Dschungelmärschen Abertausende Samen und Pflanzen aus allen Teilen der Welt nach Europa brachten. Die Leidenschaft, mit der Jeanson selbst seinen Beruf als Botaniker ausübt, überträgt sich auf sie, so lebendig die Schilderung. Sogar die Systematisierungsarbeit im Herbarium scheint Billig aufregend. Und Jeansons Optimismus in Sachen Artensterben möchte die Rezensentin nur zu gern teilen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.09.2020
Etwas zu wild durcheinander geht es der Rezensentin Manuela Lenzen im Buch des Botanikers Marc Jeanson und seiner Ko-Autorin, der Landschaftsplanerin Charlotte Fauve. Da liest die Rezensentin von der Promotion des Autors, von seinen Reisen und von Gelehrtenbiografien, und mancher Pointe kann sie nicht folgen. Der Versuch der Autoren, der Botanik ein Denkmal zu setzen, gelingt laut Lenzen dennoch - mit eindringlichen Schilderungen der frühen Forschungsreisenden, ihrer Expeditionen und ihrer Faszination angesichts der fremden Vegetationen und Gefahren, in die sie sich begaben.
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