Aus dem Englischen von Jan Schönherr. Dominic Salt lebt mit seinen drei Kindern auf einer verlassenen Insel, irgendwo zwischen Australien und Antarktis. Weil das kleine Stück Land langsam vom steigenden Wasser verschlungen wird, ist das Forschungsteam, zu dem auch Dominic gehörte, längst abgereist, und bald soll auch die Familie ans Festland zurückkehren. Doch wird in einer folgenreichen Sturmnacht plötzlich eine Frau an die Küste gespült. Sie ist schwer verletzt, fast erfroren. Wer ist die Fremde? Und wie ist sie ausgerechnet nach Shearwater geraten? Während die Kinder sich von ihrer atemberaubend schönen Insel verabschieden müssen, von den Seelöwen, den Albatrossen und den sturmumtosten Klippen, beginnen die fünf Menschen, einander zu umkreisen, ihre Sehnsüchte und Geheimnisse zu teilen und sich zu fragen: Welche Entscheidungen müssen wir treffen, um die Menschen zu schützen, die wir lieben?
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 02.07.2025
Rezensent Jan Borree empfiehlt den neuen Roman von Charlotte McConaghy mit kleinen Abstrichen. Wenn die irisch-schottische Autorin anhand von einer zerrütteten Familie, einer schiffsbrüchigen Frau, einer einsamen, dem Verfall geweihten Insel und allerhand Geheimnissen die großen Themen unserer Zeit wie Klima, Familie und Verlust verhandelt, bewundert der Kritiker durchaus die Schilderungen der Naturgewalten, mit denen McConaghy die Handlung verknüpft. Diese Beschreibungen erscheinen ihm gar noch eindringlicher als in den Vorgängerromanen der Autorin. Allein die Handlung wirkt dadurch mlitunter etwas konstruiert, findet Borree.
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