Sie ist die Tochter des fränkischen Generalkonsuls und einer baltischen Freifrau. Er der jüngste Spross eines schwäbischen Adelsgeschlechts mit einer vielversprechenden militärischen Karriere. Als Nina und Claus von Stauffenberg sich kennenlernen, sind sie verliebte junge Menschen auf dem Weg in ein märchenhaftes Leben. Doch der Lauf der Geschichte entschied es anders: Aus der Mutterkreuzträgerin und dem Wehrmachtsoffizier wurden Regimegegner und Verschwörer. Das Schlimmste für ihn: Deutschlands Zusammenbruch. Für sie: der Verlust ihres geliebten Mannes. Sie ließ ihm aber die Freiheit zu tun, was er tun musste. Und das bedeutete, dass sie ihn nach dem 20. Juli 1944 nie wiedersah und alles verlor …
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 22.07.2024
Zusätzlich zu den vielen politischen Zuschreibungen, die Stauffenberg in seinem Nachleben erfahren hat, zeichnet Autorin Charlotte Roth ihn jetzt als großen Liebenden in einem Roman, der Rezensentin Sieglinde Geisel zufolge "wenig Scheu vor Kitsch" hat und die Lovestory mit seiner Frau Nina ausbreitet. Das Ganze ist untermauert mit historisch bezeugten Fakten und um die Nachkriegsperspektive einer fiktiven Haushälterin erweitert. Das ist für Geisel gleichermaßen interessant und problematisch, wenn politischen Figuren Worte in den Mund gelegt werden, die nicht verbürgt sind. Ein "reichlich trivialer Liebesroman", so die Kritikerin, der aber bisweilen mit interessanten Perspektiven aufwartet.
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