Das Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 wird vor allem mit dem Namen Stauffenberg verbunden. Viele andere der damals beteiligten Widerständler haben im Vergleich dazu bis heute nicht die ihnen gebührende Würdigung erfahren. Dabei wären ohne ihren Einsatz die Planung und der Versuch eines Staatsstreichs nicht möglich gewesen. In zehn Porträts stellen die beiden Autoren einige dieser Widerstandskämpfer vor, beschreiben deren Handeln und Beweggründe sowie das Schicksal ihrer Familien. So erweitern sie den Blick auf die durchaus unterschiedlichen Ursprünge des Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Für das Buch haben sie zudem den letzten noch lebenden Teilnehmer am Attentat, Ewald-Heinrich von Kleist, interviewt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 24.04.2013
Gerechtigkeit für die Attentäter des 20. Juli, das ist es, was dieses Buch für Cord Aschenbrenner vor allem leistet. Dass sich die Autoren Antje Vollmer und Lars-Broder Keil durch Interviews, die Auswertung von Tagebüchern und Erinnerungen der Attentäter und ihrer Angehörigen der Mentalität auch der unbekannteren Gefährten Stauffenbergs annähern, gefällt Aschenbrenner dabei besonders gut. Beleuchtet wird das wenig bekannte Umfeld der Verschwörung, wenn auch, wie der Rezensent einräumt, nicht immer mit der gleichen Intensität. Wenn etwa der Stabsoffizier Georg Schulze-Büttger aus dem inneren Kreis der Verschwörer durch einen wiedergegebenen Abschiedsbrief sehr plastisch vor Augen tritt, ist Aschenbrenner gerührt. Und stellt sich die Frage, wie er selber wohl gehandelt hätte.
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