Am 20. Juli 1944 versuchte Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg, Hitler mit einer Bombe zu töten. Das Attentat war geplant als Auftakt zu einem militärischen Umsturz, der dem Zweiten Weltkrieg und dem Terrorregime der Nationalsozialisten ein Ende gesetzt hätte.
Diese Graphic Novel verdichtet die dramatischen Ereignisse des 20. Juli zu einer spannenden Erzählung. Im Mittelpunkt stehen dabei die Beweggründe und Ängste jener Männer und Frauen, die über Jahre hinweg auf diesen Tag hingearbeitet hatten.
Rezensent Jan Jekal meint, dass der Ablauf des historischen Attentats vom 20. Juli 1944 schon an sich so viel Spannung mitbringe, dass Niels Schröder leichtes Spiel hatte, sie auch ein seinem Comic spannend zu erzählen. Problematisch fand der Kritiker indessen Schröders didaktischen Anspruch, denn er verleitete ihn ihm zufolge dazu, sowohl die Erzählstimme als auch die Dialoge mit Hintergrundinformationen zu übersättigen. Obwohl der Autor mit Bildern durchaus glänzend erzählen könne, wie Jekal an einzelnen Stellen erkennt, verlasse er sich zu sehr auf die schriftliche Informationsvermittlung und nehme seiner Geschichte damit einiges Potenzial, bedauert der Rezensent.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.07.2019
Robert Probst lobt die Genauigkeit von Niels Schröders Graphic Novel über den 20. Juli 1944. Der Fotorealismus verblüfft den Rezensenten und lässt ihn den Band als Einsteigerlektüre zur Wissensvermittlung empfehlen. Vor allem jüngeren Lesern bietet das Buch einen emotionalen Zugang, meint Probst. Dass der Autor Stauffenberg nicht zum Comic-Helden macht, findet Probst gut, ebenso die vielen Erläuterungen, etwa zum Zündmechanismus der Bombe. Dynamisch und dramatisch ist das Buch für Probst zwar auch, im Zentrum aber steht eine große Tat, erklärt er.
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