Aus dem Französischen von Wolfgang Tschöke. Der große Klassiker über Liebe, Macht und Intrigen. 1999 von der Academie Goncourt zum wichtigsten Werk der französischen Literatur gekürt, ist dieser Liebesroman - jetzt in neuer Übersetzung - auch heute noch ein unvergessliches Leseerlebnis: ein Sittenbild der korrupten höfischen Gesellschaft im Frankreich vor der Revolution. Gesellschaftskritik, Fallstudie und Psychokrimi in einem.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 17.03.2004
Die "Gefährlichen Liebschaften", einer der berühmtesten Briefromane des 18. Jahrhunderts, hat schon so manchen Übersetzer herausgefordert. Die prominentesten Übersetzungen ins Deutsche stammen, informiert uns der mit "rtr" zeichnende Rezensent, von Franz Blei und Heinrich Mann. Nun hat sich Wolfgang Tschöke an eine Neuübersetzung gemacht, die die Erwartungen des Rezensenten nicht enttäuscht. Bis in kleinste Nuancen hinein habe der Übersetzer die Indivualstile der Briefschreiber herausgearbeitet und ihr psychologisches Kalkül und Intrigengeflecht entfaltet, das einen Krieg der Gefühle in Gang setzt. Ein Mikrokosmos der dekadenten Adelswelt, der ebenso formvollendet wie niederträchtig ist und darum höchstes Fingerspitzengefühl eines Übersetzers bedarf, um in zeitgemäßes Deutsch gebracht werden zu können. Großes Lob also von "rtr".
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 12.01.2004
Willi Winkler berauscht sich sichtlich an seinen eigenen Worten, als er Choderlos de Laclos' bereits von Heinrich Mann, Kauders und Walter Widmer übersetzten Briefroman "Gefährliche Liebschaften" kulturgeschichtlich und gesellschaftlich einzuordnen versucht. Er kommt zu dem Schluss, dass das 18. Jahrhundert äußerst turbulent und "hemmungslos oversexed" war. Der Roman zeichne sich "wie alle grausamen Bücher" durch Humorlosigkeit aus. "Laut Robert Gernhardt gibt es keine ironische Erektion", erklärt er uns, die Charaktere würden geradezu verbissen geradlinig in den Untergang geführt. Für Winkler ist das Buch "die Reißbrettarbeit eines Kriegsingenieurs und Festungsbauspezialisten", in der das Böse seine letzte irdische Bastion verteidige. Die neue Übersetzung Wolfgang Tschökes erwähnt er nur mit einem Satz: von wenigen "unnötigen Modernismen" abgesehen sei sie "meisterhaft gelungen".
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