Aus dem Amerikanischen von Ulrike Laszlo. Ein harmloser Jungenstreich entwickelt sich für fünf Schulfreunde zu einem gewagten Abenteuer. Was als heitere Geschichte über die Zeit der Unschuld und des frühen Erwachsenwerdens beginnt, nimmt eine dramatische Wendung.
In keiner Weise überzeugend findet Rezensent Andreas Merkel diesen Roman von Chris Fuhrman. Schon Aufmachung und Verlagswerbung gefallen ihm nicht: beim deutschen Titel ("Der letzte Sommer der Unschuld") fühlt er sich an einen "David-Hamilton-Softporno" erinnert und den Vergleich mit Salingers "Der Fänger im Roggen" findet er "völlig an den Haaren" herbeigezogen. Chris Fuhrmans "flache Geschichte" über die Abenteuer des 13-jährigen Francis Doyle und seiner Bande hält nach Merkels Ansicht in keiner Weise dem Vergleich mit Salingers Buch stand. Dabei sieht er das Problem von "Der letzte Sommer der Unschuld" nicht einmal Plot - obwohl sich dieser im Vergleich zum "Fänger im Roggen" wie ein Pixi-Buch zu den "Buddenbrooks" verhalte. Was Merkel wirklichenttäuscht, ist Fuhrmanns "hölzerne, pointenlose und metaphernarme Sprache". Letztlich findet er den Roman "auf eine fast schon wieder beruhigende Weise enttäuschend", liefere er doch den Gegenbeweis, dass ein schlechter amerikanischer Roman ebenso schlecht sein könne wie ein schlechter deutscher Roman.
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