Aus dem Amerikanischen von Elisabeth Schmalen und Johanna Wais. Mit acht farbigen Tafeln. Chris Hadfield erzählt von riskanten Manövern und von der Kunst, stets auf das Schlimmste vorbereitet zu sein und zugleich an das Unmögliche zu glauben. Chris Hadfield ist neun Jahre alt, als er im Juli 1969 die Mondlandung live im Fernsehen verfolgt. Augenblicklich weiß er, was er werden will: Astronaut! Mittlerweile hat er an die 4000 Stunden im Weltraum verbracht und gehört zu den erfahrensten Raumfahrern der Welt zuletzt als Kommandeur der internationalen Raumstation ISS. Jetzt nimmt er uns mit in den Weltraum: Wir erfahren, wie man überhaupt Astronaut wird (für alle, die den Traum noch nicht aufgegeben haben), was man dafür alles können muss (u.a. Schwimmen!, Toiletten reparieren), wie sich der erste Raketenstart anfühlt (als säße man in einem Container, der von einem riesigen LKW gerammt wird) und was man beim ersten Raumspaziergang beachten muss.
Nicht ganz genau zuordnen kann Norbert Fähringer das Buch "Anleitung zur Schwerelosigkeit" von Chris Hatfield, dem kanadischen Astronauten und jetzt auch Autor. Irgendetwas zwischen "Heldenbiografie", Erlebnisbericht und Ratgeber sei das vorliegende Buch, meint der Rezensent und fügt hinzu, dass das keineswegs von Nachteil sei. Laut dem Rezensenten eine eigentümliche aber vor allem anregende Mischung, die einiges liefert. Denn wie viel weiß der normale Bürger denn schon über das Leben eines Astronauten, fragt sich Fähringer. Wenig Handfestes und wohl viel Ersponnenes. Das ändere sich nach der Lektüre, versichert Fähringer: In aller Ausführlichkeit, die in einigen Passagen die Nerven strapazieren kann, berichte Hatfield von seinem Werdegang, seinen Expeditionen im All - samt des All-Alltags - und der Schönheit des Weltraums. Auch Raumfahrer-Garn fehlt hier nicht, freut sich der Rezensent und rät zur Lektüre.
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