Wie wir die Kontrolle über unsere Ernährung zurückgewinnen
Ullstein Verlag, Berlin 2026
ISBN
9783550204913 Gebunden, 352 Seiten, 23,00
EUR
Klappentext
Wer bestimmt, was wir essen? Ernährung ist längst zum politischen Streitfeld geworden - und genau das lenkt vom eigentlichen Problem ab: den Machtverhältnissen im Lebensmittelmarkt. Chris Methmann zeigt anhand zahlreicher Beispiele aus Politik, Social Media, Geschichte und Alltag, wie gezielt Ängste und Empörung geschürt werden - und wie die Industrie davon profitiert. Denn während die Debatte hochkocht, steuern Konzerne mit Rezepturen, Kinderwerbung, Produktdesign und Lobbyismus, was in unserem Einkaufswagen landet. Wir wissen so viel über Ernährung wie keine Generation vor uns - und doch werden wir durch falsches Essen immer kränker. Bad Food macht uns handlungsfähig: Es gibt konkrete Werkzeuge an die Hand, um Manipulation zu erkennen, souveräner zu konsumieren und politische Veränderungen einzufordern - für mehr Kontrolle über unser Essen.
Rezensentin Cosima Lutz liest das Buch des obersten Foodwatchers Chris Methmann als Aufforderung mehr Currywurst zu essen. Oder doch nicht? Methmann neigt zur Polemik, gibt Lutz zu, sie räumt aber auch ein, dass Methmanns Entwarnungen in Sachen Vernunft auf dem Teller entlastend wirken. Statt dem Esser, dem er mehr Freiheit gönnnt, schiebt Methmann der Industrie und Teilen der Politik den schwarzen Peter zu und stellt mit Humor die Tricks der Industrie dar, freut sich Lutz. Methmanns wissenschaftliche Differenziertheit sorgt dafür, dass Lutz nicht nur schmunzelt, sondern auch etwas lernt - über unsere Essgewohnheiten, wie sie zustande kommen und wer wie davon profitiert.
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