Edith Stein (1891-1942), aus einer orthodox-jüdischen Familie stammend und 1922 zum Katholizismus konvertiert, gehört als engagierte Lehrerin und Frauenrechtlerin, als Vordenkerin eines fruchtbaren Gesprächs zwischen Christen und Juden zu den prägenden Gestalten des 20. Jahrhunderts. Der Lebensweg der Philosophin und Karmeliter-Nonne endete im Todeslager Auschwitz. 1998 wurde sie heilig gesprochen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 27.12.2003
Eine "ansprechende Biografie" hat der Theologe Christian Feldmann hier geschrieben, lobt der "upj" zeichnende Rezensent. Die vom jüdischen zum katholischen Glauben konvertierte Edith Stein habe stets versucht, sich für das Schicksal ihrer Mitmenschen einzusetzen und sei dafür 1998 heilig gesprochen worden. Die zentrale Frage in dieser Biografie sei nun die, ob Stein, die in Auschwitz ermordet wurde, eher als "jüdisches Opfer" oder als "christliche Märtyrerin" zu sehen sei. Eine Frage, die deshalb so problematisch sei, weil die Heiligsprechung auch so verstanden werden könne (und dies von vielen jüdischen Kommentatoren auch werde), als wolle die katholische Kirche dadurch von ihrem eigenen Versagen ablenken, erklärt unser Rezensent.
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