Die großen Internetunternehmen tun alles, damit wir als Nutzende im Netz versinken. Wir unterschätzen regelmäßig unsere Verweildauer auf den Online-Plattformen und hinterlassen eine Unzahl digitaler Fußabdrücke, die die Tech-Firmen reich machen. Online-Plattformen wie auch Computerspiele haben jedes natürliche Ende abgeschafft, umgekehrt wird unser Lebensalltag durch die digitalen Dauerunterbrechungen zunehmend fragmentiert. Als Psychologe erörtert Christian Montag die Frage, welche Persönlichkeitseigenschaften mit problematischem oder suchtähnlichem Nutzungsverhalten einhergehen. Aus wissenschaftlicher Perspektive diskutiert er neueste Entwicklungen wie "Internet der Dinge" oder den Einsatz von Apps, von digitalen Plattformen und KI in der Psychologie und Medizin. Detailliert geht er aber auch auf aktuell besonders dringliche Themen wie Filterblasen und Fake News ein, die eng mit dem Daten-Geschäftsmodell der Tech-Unternehmen verknüpft sind.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 14.01.2022
Rezensentin Vera Linß kann die Forderung des Molekularpsychologen Christian Montag nach mehr Studien zur Wirkung sozialer Medien und mehr Regulierung gut nachvollziehen. Was der Autor an Tricks aufführt, mit denen Facebook und Co. ihre Nutzer zu ködern und zu halten suchen, kennt sie zwar überwiegend schon. Lohnend ist die Lektüre dennoch, meint sie, da Montag auch erklärt, wer warum besonders anfällig für die Lockungen der Tech-Firmen ist und wo die Forschung noch Defizite hat. Über die genaue manipulative Reichweite von App-Designs etwa ist noch relativ wenig bekannt, erfährt Linß.
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