Mit 299 Farbfotos. Christian Papendicks Bilder von einer Insel im Wandel lassen einen Fotokünstler erkennen, der mit Sensibilität und dem Blick für das Besondere, Einzigartige die Insel bis in ihren letzten Winkel durchstreift hat. Viele seiner Bilder wirken ausgesprochen malerisch, einige rücken fast in die Nähe eines abstrakt-expressionistischen Gemäldes. Spuren in Sand und Watt, die gewaltigen Wanderdünen des Listlandes, das uralte Morsum Kliff und auf der anderen Seite die vom Menschen geschaffenen Architektur-Landschaften mit ihren Gegensätzen die Friesenhäuser mit ihren rosenumrankten Eingangstüren, die alten Inselkirchen, die typische Bäderarchitektur und moderne, städtische Bauformen in Westerland , sind einige der Impressionen, die Papendick auf seiner fotografischen Sylt-Rundreise mit der Kamera eingefangen hat.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.03.2006
Die Begeisterung von Rezensent F.P. hält sich in sehr engen Grenzen. Das Sylt-Buch von Christian Papendick ist ihm eine Spur zu beliebig, schwankt ein wenig zu sehr zwischen den verschiedenen Genres. Mal trete Papendieck darin als Reiseschriftsteller auf, dann wieder betätige er sich als Architekturkritiker, wobei für F.P. strafverschärfend hier noch ein Oberlehrerton hinzukommt. Die Fotografien, die selbstredend auch vom Autor stammten, seien ebenso "vom Wind zerzaust", wie die Texte. Leuchttürme, Friesenhäuser, Dünen - all das findet F.P. ziemlich langweilig - bis er doch noch auf "ein Friesenhaus in der merkwürdigen Stimmung eines Novembernebels" stößt.
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