Ernst Volland ist ein Außenseiter, mit keiner Schule der Gegenwartskunst und mit keiner Partei liiert. Geboren 1946, aufgewachsen in Wilhelmshaven, zog es ihn bald in die damals geteilte Stadt Berlin. Dort verband er seine Neigung zur Satire mit politischem Engagement und machte sich einen Namen durch Karikaturen, Happenings und Politplakate. Seine Kunst-Happenings erregten weite Medien-Aufmerksamkeit und ließen auch die Polizei nicht ruhen, die eine Ausstellung unter freiem Himmel zerstörte.
Später entwickelte Volland andere Techniken, um Kunst und Öffentlichkeit zu verbinden und in Zeiten des abnehmenden politischen Engagements dennoch politisch wirksam zu bleiben und zu provozieren. Er verfremdete Fotos des kollektiven Gedächtnisses durch Unschärfe und machte sie zu visuellen Rätseln. Die über Jahre hinweg entstandene Serie nannte er anspielungsreich "Eingebrannte Bilder".
Seit einigen Jahren sind seine Mittel Buntstifte. Es entstehen großformatige Bilder, in denen Volland Fotos, etwa ein Luftbild des zerstörten Hiroshima und andere schockierende Bildinhalte, bearbeitet.
Ob ein Satiriker sich freuen sollte, wenn sein Werk von einem einstigen Spitzenpolitiker - in diesem Fall heißt der Rezensent Sigmar Gabriel - gefeiert wird, sei dahin gestellt. Gabriel lässt dann erstmal persönliche Erinnerungen an seine Juso-Zeit und das gesamte Werk Vollands Revue passieren - von der Parodie eines Jägermeister-Plakats bis zur Fälschung einer Künstlervita - um zu versichern, dass er die große Prachtausgabe mit Überblick über Vollands Werk "genussvoll verschlungen" habe. Und einen begleitenden Text von Stefan Aust gibt es auch.
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