Christian Stöcker

Männer, die die Welt verbrennen

Der entscheidende Kampf um die Zukunft der Menschheit
Cover: Männer, die die Welt verbrennen
Ullstein Verlag, Berlin 2024
ISBN 9783550202827
Gebunden, 336 Seiten, 22,99 EUR

Klappentext

Die Welt steckt in der Endphase eines Kulturkampfs: Gier gegen Gerechtigkeit, Zerstörung gegen Nachhaltigkeit, Zynismus gegen Empathie. Nichts zeigt dies deutlicher als die Reaktionen auf die Klimakatastrophe: Hier jene, die versuchen, das Schlimmste zu verhindern, dort jene, die alles tun, um aus dem Verbrennen fossiler Stoffe Profit zu ziehen. Jahrzehntelang haben wenige Ultrareiche sowie Unternehmen, die mit CO₂-Produktion gut verdienen, mit skrupelloser Desinformation Zweifel daran gesät, dass wir Menschen mit unserer Sucht nach fossilen Brennstoffen die Erde aufheizen. Und nicht zufällig geht die Begeisterung für fossile Brennstoffe und die Ablehnung von Klimaschutz einher mit reaktionären Positionen: Das Kartell der Verbrenner vereint Leute wie Mohammed bin Salman, Wladimir Putin, Rupert Murdoch, Donald Trump und Mathias Döpfner, flankiert von Akteurinnen wie Sahra Wagenknecht. In vielen politischen Diskursen und militärischen Konflikten der Gegenwart geht es letztlich um CO 2 - und um sehr viel Geld.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.06.2024

Etwas skeptisch beäugt Rezensent Christian Schwägerl Christian Stöckers Buch zur Klimakrise. Dessen Anliegen sei es, fasst Schwägerl zusammen, "Schuldige" für das ausbleibende Handeln in Sachen Klimawandel auszumachen; darunter etwa FDP und CDU, die 2023 einen verpflichtenden Umstieg auf erneuerbare Energien bei neuen Heizungen verhinderten, aber auch Medienunternehmen, Lobbyisten und Wissenschaftler. Einzelne Passagen, besonders zu aktuellen Entwicklungen, findet der Kritiker gelungen, aber überwiegend fällt ihm Stöckers "wütende" Abrechnung zu eindimensional und unreflektiert aus - zum Beispiel, wenn unter dem Begriff "Petro-Maskulinität" ein grundsätzlicher männlicher Hang zum Verbrennen behauptet wird. Ein zwar "flott zu lesendes", dabei aber eher wild um sich schlagendes Buch, moniert Schwägerl.

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