Diese Studie ist nur gemeinsam mit der zweisprachigen Ausgabe "Molodec" (ISBN 3-89244-827-2) erhältlich. Beide Bücher kosten zusammen 36 Euro. Christiane Hauschild analysiert in ihrer Studie, wie Marina Zwetajewas Poem "Molodec" abendländische Texttraditionen - z.B. des Zaubermärchens, des Vampirstoffs, des Faustmythos, der christlichen Heilsgeschichte - aufnimmt und sie umdeutet. Die Postmoderne antizipierend überschreitet der Text dabei die ihm zugrundeliegenden Gegensatzpaare und Wertungsstrukturen. Im ambivalenten Figurenpaar der "häretischen" Teufelsbünderin Marusja und des von ihr vergöttlichten Molodec hat Zwetajewa darüber hinaus für die europäische Moderne beispielhaft ihren symbolischen Ort als Dichterin verhandelt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.03.2005
Achtung! Dieses Buch ist nur mit der Ausgabe des im gleichen Verlag erschienenen Märchenpoems "Melodec" erhältlich. Die Übersetzerin von "Melodec" ist zugleich die Verfasserin dieses literaturwissenschaftlich anspruchsvollen Begleittextes, der das ganze Projekt unschwerlich als (einst zusammengehörige) Dissertation ausweist, so die Rezensentin Kerstin Holm. Leider liest sich der Text auch so wie der Titel klingt, bedauert Holm: "Häretische Transgressionen" sei eine Art wissenschaftlicher Reiseführer, der einen ganzen Dschungel an theoretischen Schlingpflanzen zu bieten habe. Wer sich hineintraue, werde dennoch entlohnt, meint Holm: Hauschild gewähre Einblick in die Traditionen russischen Sektierertums, mittelalterlicher Mystik und Teufelsbündnerei, die Zwetajewa gegen die erstarrte Staatsmacht wieder lebendig werden lassen wollte.
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