Mit 1 CD. Christine Busta liest. Herausgegeben und mit einem Vorwort von Anton Gruber. Mit der Poesie - so Christine Busta in einem ihrer Gedichte - verhält es sich so wie mit "Muttersprache": "Nicht was die Mutter sagt", sondern "wie sie es sagt, der Tonfall, der Rhythmus ... öffnet die Sinne dem Sinn der Worte" Lyrik war für Busta etwas unabdingbar Gesprochenes. Erst in der gelungenen Kombination von Klang und Bild entfaltet sich ihre hohe Musikalität. Der bibliophile Band "Einsilbig ist die Sprache der Nacht" mit beigelegter CD macht einige der intensivsten Gedichte der 1987 verstorbenen Autorin erstmals wieder in Wort und Ton zugänglich. Einen besonders kostbaren Teil des Tonmaterials bildet dabei Christine Bustas Lesung vom 14. Mai 1987 in Wien, einer ihrer letzten öffentlichen Auftritte.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 21.04.2001
Der mit F. Hs. zeichnende Rezensent begrüßt diese Auswahl an Gedichten aus dem Schaffen der Wiener Lyrikerin. Während er sich in den frühen Arbeiten noch an Rilke und Weinheber erinnert fühlt, hat Busta seiner Ansicht nach später "ihren einfachen, eigensinnigen Weg" gefunden. Die Gedichte eignen sich, wie er findet, sowohl dazu nur gelesen, als auch nur von der CD gehört zu werden, und er lobt sie als "eindringlich" ohne "aufdringlich" zu wirken. Das Vorwort von Anton Gruber dagegen hätte nach seinem Geschmack "ruhig etwas länger und weniger lyrisch" sein können.
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