Es ist Mai, die Zeit des berühmten Filmfestivals in Cannes, die ganze Stadt vibriert, überall wimmelt es von Fotografen, Journalisten, Filmstars und solchen, die es werden wollen. Und mittendrin wird plötzlich während einer Pressevorführung für seinen neuen Dokumentarfilm der berühmte Regisseur Serge Thibaut ermordet. Kommissar Léon Duval, frisch aus Paris an die Côte d'Azur gezogen, muss seine unausgepackten Umzugskisten stehen lassen und sofort mit den Ermittlungen beginnen. Schließlich kann das Festival keine Negativschlagzeilen gebrauchen. Ein schneller Erfolg muss her. Wer hatte ein Interesse am Tod des Filmemachers, der sich so unermüdlich für die Erhaltung des Regenwalds einsetzte?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.03.2014
Jürgen Kaube fragt sich, was dran ist am Regionalkrimi. Wer liest all die Darmstadt- und Sylt-Romane eigentlich? Kaube eher nicht. Nimmt er sich doch einen vor, wie jetzt Christine Cazons an der Côte-d'Azur spielenden Roman, muss er feststellen, dass die Autorin sämtliche Klischees mit im Gepäck hat. Der Trick, den Cazon anwendet, um ungestraft in Landschaft, Küche und Sprache schwelgen zu können, ist so einfach wie genial. Kaube verrät ihn uns: Der Ermittler nämlich kommt aus Paris, ist an der Côte also genauso fremd wie der Leser. Als Touristenführer taugt das Buch laut Kaube allerdings mehr denn als Krimigeschichte. Wie heißt es im Buch immer schön: Merde!
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