Im Jahr 1700 schickt Zar Peter der Große eine Gesandtschaft zu Ayuki-Khan, dem Herrscher der Kalmücken. Mit von der Partie ist ein halbwüchsiger Sopranist, Filippo Balatri, Leibeunuch des Zaren. Als der junge Sänger die Zeltstadt in der Steppe erreicht, ist der Große Khan von seinem Belcanto hingerissen. Ayukis Abschiedsgeschenk für Filippo, ein kostbarer Goldstoff, wird später den Sonnenkönig Ludwig XIV. vor Neid erblassen lassen - Episoden aus Filippo Balatris bizarrem, grausamschönem Leben. Dank Balatris handschriftlicher Memoiren - der einzigen überlieferten Autobiografie eines Kastratensängers - konnte Christine Wunnicke sein Leben bis ins Detail rekonstruieren.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in…