Mit zahlreichen Abbildungen und Notenbeispielen. François Couperin "le Grand" erlebte einen kulturellen Wandel, den Paul Hazard als "Krise des europäischen Bewusstseins" beschrieben hat. Und er reagierte darauf als Musiker, Pädagoge und Komponist: Stand der Anfang seiner Karriere noch im Zeichen der klassischen Epoche des Sonnenkönigs, so war seine zweite Lebenshälfte geprägt von der galanten Kultur und der beginnenden Aufklärung in der Zeit der Régence und Louis XV. Das Zentrum dieses Buches bildet seine facettenreiche und faszinierende Musik, die im Kontext ihrer Kultur auf neue Weise interpretiert wird. Als Poet der Instrumentalmusik und Meister der Nuancen ist Couperin ein Vorläufer Claude Debussys und Maurice Ravels, die ihren Vorgänger zurecht bewunderten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.02.2025
Rezensentin Anja-Rosa Thöming stolpert über Flüchtigkeitsfehler im Buch von Johannes Menke über den französischen Barockkomponisten Francois Couperin. Außerdem vermisst sie ein Glossar für die vielen Fachbegriffe. Angenehm dagegen findet sie die teils zweisprachige Ausstattung des Bandes, der ihr sowohl die musikalischen als auch die theoretischen Werke erschließt. Die Vertrautheit des Autors mit dem Cembalo-Hauptwerk Couperins ist für die Rezensentin beim Lesen jederzeit spürbar.
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