Die bedeutendsten Stimmen der zeitgenössischen Lyrik die Klassiker von morgen heute entdecken Seit über dreißig Jahren lädt Christoph Buchwald regelmäßig zur Entdeckungsreise durch die poetischen Sprachwelten der Gegenwart ein. Zusammen mit einem Dichter - diesmal dem vielfach preisgekrönten Schriftsteller Jan Wagner - präsentiert er im neuen Jahrbuch der Lyrik die neuesten, unveröffentlichten Arbeiten renommierter sowie bisher unentdeckter Autoren und lädt ein zum Stöbern, Entdecken, lustvollen Lesen. Was passiert derzeit in der Lyrik, worauf reagieren die Autoren? Wie finden Zeit und Gegenwart ins Gedicht, und hat die Gegenwartslyrik in dieser so unübersichtlich gewordenen Welt überhaupt noch Platz für Politik, Wut, Unzufriedenheit? Mit diesen Fragestellungen wählten die beiden aus mehr als 900 Einsendungen die besten Werke aus, die in ihrer Vielfalt einen an- und aufregenden Querschnitt der aktuellen deutschsprachigen Lyriklandschaft geben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.05.2013
Rezensentin Beater Tröger freut sich über das neue, von Christoph Buchwald diesmal gemeinsam mit Jan Wagner herausgegebene "Jahrbuch der Lyrik", das bei ihr den Eindruck einer neuen "Blüte" der deutschsprachigen Lyrik erweckt. Sie entdeckt hier nicht nur Autoren aller Altersstufen - von der 1924 geborenen Friederike Mayröcker bis zum 1993 geborenen Rick Reuther, sondern vor allem beeindruckende und großartige lyrische Werke, die unter den Oberbegriffen Tiere, Landschaft und Natur, Jahreszeiten, Kindheit, Unterwegssein, Geschichte, Liebe und Eros, Alter und Tod und schließlich Sprache geordnet wurden. Darüber hinaus lobt die Kritikerin die Entscheidung der Herausgeber, im diesjährigen Band auch ins Deutsche übertragene fremdsprachige Gedichte, etwa von Apollinaire, T. S. Eliot oder Olga Martynova aufzunehmen. Nicht zuletzt würdigt sie das erhellende Nachwort, in dem sich nicht nur Jan Wagner, sondern auch verschiedene Lyriker zu theoretischen und poetologischen Fragen äußern.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…