Christopher Thomas war mit seiner Großformatkamera in Venedig unterwegs und hat die schlafende Schönheit der Stadt auf Polaroid-Film im Morgengrauen festgehalten. Seine Kamera fängt eine Stadt ein, die völlig aus der Zeit gefallen scheint, einen Ort, der nicht auf dieser Welt zu finden ist. Diese Stimmung, in der die Menschen verschwunden sind und Raum lassen für Bilder jenseits unserer alltäglichen Erfahrung, nehmen die Gedichte von Albert Ostermaier auf, die die Fotografien ergänzen, verstärken und verdichten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.02.2012
Schwer zu sagen, was Harald Hartung von diesen Venedig-Bildern des Fotografen Christopher Thomas hält oder wie er dessen Blick auf die Stadt deutet. Von den Bildern erfahren wir immerhin soviel: Sie erscheinen geradezu wie historische Fotografien, mit schartigen Rändern, schwarz-weiß oder grau in grau. Das winterliche Venedig ist auf ihnen menschenleer, unbewegt und geglättet die Kanäle, keine Vaporetti fahren auf ihnen, keine Taube fliegt über den Markusplatz, die Geschäfte sind geschlossen. Farb- und leblos klingt das, Hartung nennt diesen Venedig-Traum "apart".
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