Mit 153 Farbtafeln. Flugbilder von Alex MacLean. Text von Wolfgang Kemp. Das neue Buch mit Luftaufnahmen von Alex MacLean handelt von zwei Städten, die mehr gemeinsam haben als die ersten beiden Buchstaben ihres Namens: Venedig und (Las) Vegas. Beide sind mythische Orte. Beide sind Artefakte, die in extremer natürlicher Umgebung entstanden sind: im Meer und in der Wüste. In der einen fungieren Wasseradern als Straßen, in der zweiten wirken Gebäudeblocks wie schroffe Inseln. Sowohl Las Vegas, das Spielerparadies in der Wüste von Nevada, als auch Venedig, einst mächtiger Mittelpunkt der europäischen Kultur, sind mittlerweile Ziele des globalen Massentourismus. Beide sind sie zudem vom Klimawandel, der sie ihrer wertvollsten Ressourcen beraubt, in ihrer Existenz bedroht: Der Mangel an Wasser bedroht Vegas, der von Land Venedig. In seinen Fotografien zeigt uns MacLean die gefährdete, fragile Schönheit der beiden Orte, die doch auch Symbole der menschlichen Fähigkeit sind, Träume Wirklichkeit werden zu lassen.
Ausgesprochen inspiriert hat Rezensentin Brigitte Werneburg in diesem Buch geblättert, das ihren Informationen zufolge eigentlich der Katalog zu einer Ausstellung der Berliner Akademie der Künste werden sollte, nun jedoch zu Recht ein sehr eigenständiger Bildband geworden sei. Die so unterschiedlichen Städte seien nur scheinbar gegensätzlich. Tatsächlich spüre der Fotograf faszinierende Parallelen auf. Auch vom begleitenden "großen Essay" des Hamburger Kunsthistorikers Wolfgang Kemp fühlte sich die Kritikerin "knapp und luzide" über die beiden künstlichen, im Wasser und in der Wüste gebauten Städte informiert ebenso wie über das künstlerische Verfahren Alex MacLeans.
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