In einem offenen Gespräch zwischen Robert Feldwehr und seiner Frau Claudia hätte die Wahrheit zutage treten können, dass eine unbestimmte Sehnsucht in ihnen größer geworden war als die Angst, den anderen zu verlieren. Doch während Robert im schwedischen Winter für eine deutsche Firma Autos erprobt, erhält Claudia einen Anruf. Ihr Mann ist von einer Testfahrt nicht zurückgekehrt. Und damit nicht genug: Die schwedische Polizei verdächtigt den spurlos Verschwundenen der Fahrerflucht mit Todesfolge. So will ihn nicht nur sein Arbeitgeber Hanno von Loose, sondern auch der knorrige norrländische Kommissar Kostkola schnell aufspüren. Claudia fliegt kurz entschlossen nach Lappland und macht sich dort, in der eisig idyllischen Kleinstadt Arjeplog, auf die Suche.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.09.2013
Gerhard Schulz zeigt sich beeindruckt von diesem Roman, in dem sich eine Frau auf die Suche nach ihrem verschollenen Ehemann in den ewigen Polarwinter eines nordschwedischen Städtchens macht und beim Anblick des Nordlichts unversehens bei sich selbst ankommt. Esokitsch? Schulz winkt ab. Sowohl der von Claire Beyer für ihre Geschichte entworfene Spannungsbogen als auch die Selbstfindungsszene in der Mitte des Romans findet er gelungen. Dass sich das Buch trotz entsprechender Motive nicht zu einem Krimi entwickelt, scheint ihn dabei nicht zu stören.
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