Aus dem Französischen von Harald Sachse. Mit einem Vorwort von Franck Thilliez. Warum tötete Conan Doyle seine Figur Sherlock Holmes auf dem Zenit ihrer Beliebtheit? Was geschah wirklich beim aufsehenerregenden Verschwinden von Agatha Christie im Jahre 1926? Welcher Autor verstarb nur Tage bevor sein berühmtestes Werk erschien, das die Welt des Krimis für immer verändern sollte? Diesen und unzähligen weiteren Fragen, die Krimi-Fans auf der ganzen Welt nicht schlafen lassen, geht diese Graphic Novel auf den Grund.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.06.2026
Eine gezeichnete Geschichte des Krimis, kann das funktionieren? Und wie, freut sich Rezensent Fritz Göttler über diesen Band von Claire Kaland und Sandrine Kerion. Nicht nur erwecken die Autorinnen hier "markante" dramaturgische Momente der Krimigeschichte zum Leben, es gibt für den Kritiker auch "zahllose Porträts" von Krimiautoren, FilmemacherInnen und Drehbuchautorinnen zu sehen: Von Vidocq, Honoré de Balzac, Victor Hugo über Arthur Conan Doyle, Agatha Christie, später Dashiell Hammett und Raymond Chandler. Die Franzosen haben "Heimvorteil", verrät der Kritiker, natürlich begegnet er Georges Simenons Kommissar Maigret oder Frédéric Dards Helden San-Antonio, darüber hinaus gibt es auch weniger bekannte Namen zu entdecken und ja, auch Frauen sind dabei, zum Beispiel Leigh Brackett oder Ida Lupino. Einer der "schönsten" Episoden widmet sich Hitchcock und seiner Frau Alma, so Göttler. Zeichnerin Sandrine Kerion setzt "historische Momente" pointiert in Szene, lobt der Kritiker, der mit diesem "graphic Sachbuch" sehr zufrieden ist.
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