Alex W. Inker, Thibault Vermot

Krimi

Die Geschichte hinter Fritz Langs "M - eine Stadt sucht einen Mörder"
Cover: Krimi
Splitter Verlag, Bielefeld 2025
ISBN 9783689501020
Gebunden, 280 Seiten, 39,80 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Tanja Krämling. 1929, eine Hauptstraße im Berlin der Zwischenkriegszeit, die Nacht bricht an. Ein imposanter Mann tritt an den Regisseur Fritz Lang heran. Es handelt sich um Inspektor Lohmann, der sieben Jahre zuvor den mysteriösen Tod von Langs Frau untersuchte. Der Polizist verwickelt den erfolglosen Filmemacher in ein Gespräch und erklärt ihm, dass er an einem brisanten Fall arbeite, den Lang als Vorlage für seinen nächsten Film nutzen müsse: der "Vampir von Düsseldorf", ein Mörder, der seine weiblichen Opfer auf grausige Weise mit einer Schere verstümmelt. Die Männer werden sich einig, und Lohmann führt Lang an die Tatorte, die in den finstersten Ecken der Stadt liegen... Aber was sind die wahren Absichten des Inspektors? Warum besteht er darauf, dass Lang diesen Film dreht? Und welcher Teufel reitet Fritz Lang, sich auf diesen faustischen Pakt einzulassen?  

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 16.12.2025

Das französische Autorenduo legt mit diesem Comic-Noir eine spannende, fiktional angereicherte Nacherzählung der Entstehungsgeschichte von Fritz Langs bekanntem Filmmeisterwerk vor, freut sich Rezensentin Jule Hoffmann. In düsteren Kohlezeichnungen folgt sie dem Hauptfigur gewordenen Fritz Lang, der auf den Kommissar und Protagonisten seines Filmes Lohmann trifft. Zusammen reisen sie unter anderem nach Düsseldorf, wo um 1930 der Serienmörder Peter Kürten sein Unwesen trieb und die historische Vorlage für Langs Film lieferte, resümiert die Kritikerin. Generell hat der Comic allerdings das Problem der hier bloß reproduzierten Konventionen des Noir, in dem Frauen häufig entweder als Leichen oder als sexualisierte Objekte erscheinen, in einem Moment dieses Comics sogar als beides zugleich, seufzt die Rezensentin über diesen sehr männerlastigen Text. Dafür erfreut sie sich an dem zeichnerischen Können des Duos, das die Nähe des Comics zum Film gekonnt nutzt, auch wenn ihr die Nähe zu Langs Film manchmal zu groß ausfällt. Dadurch biete dieser Comic wenig Neues für Lang-KennerInnen, sei aber eine visuell gelungene Einführung für Neulinge. 

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