Claus Köhler (Hg.), Armin Rohde (Hg.)

Geldpolitik ohne Grenzen

Cover: Geldpolitik ohne Grenzen
Duncker und Humblot Verlag, Berlin 2003
ISBN 9783428104291
Kartoniert, 222 Seiten, 76,00 EUR

Klappentext

Mit Beiträgen in englischer Sprache. Nicht erst seit der Errichtung des Europäischen Systems der Zentralbanken ist Geldpolitik internationaler geworden. Die Strahlkraft geldpolitischer Entscheidungen vor allem der US-Notenbank reicht weit über die Grenzen des US-amerikanischen Währungsraumes hinaus. Das heißt auf der anderen Seite, dass sich Zentralbanken anderer Währungsräume internationalen Einflüssen ausgesetzt sehen. Die Vorstellung von einer nahezu autonomen, rein binnenwirtschaftlich ausgerichteten Geldpolitik gehört für die meisten Zentralbanken der Vergangenheit an. Im vorliegenden Sammelband werden einzelne Aspekte einer "Geldpolitik ohne Grenzen" thematisiert. Den Auftakt bilden Beiträge zur Geldpolitik in Schwellenländern und zu Aspekten der Europäischen Währungsunion. In den darauffolgenden Artikeln werden Gesichtspunkte nationaler Geldpolitik mit grenzüberschreitenden Implikationen behandelt, so etwa die Rolle von Vermögenspreisen in der Geldpolitik, die Problematik des geldpolitischen Endzieles einer Inflationsrate von Null Prozent, die Transmission monetärer Impulse sowie die tatsächlichen rechtlichen Grenzen der Europäischen Zentralbank. Den Abschluss bildet ein Beitrag über die Nutzung neuronaler Netze beim Einsatz geldpolitischer Instrumente.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.10.2004

Aktuell und interessant: Claus Tigges hat das von Claus Köhler und Armin Rohde herausgegebene "Geldpolitik ohne Grenzen" mit Gewinn gelesen. Welche Wirkungen haben Notenbankentscheidungen über nationale Grenzen hinweg? Wie funktioniert "entnationalisierte Geldpolitik"? Diese Fragen stehen im Zentrum des Sammelbandes, an dem u. a. Hermann Remsperger, Chefökonom der Deutschen Bundesbank, Dietrich Domanski, Lukas Menkhoff und Susanne Maidorn beteiligt sind. Der Blick geht freilich über Europas Grenzen hinaus. Der Zustrom privaten Kapitals aus dem Ausland - wie negativ beeinflusst er die geldpolitische Autonomie von Schwellenländern? Und die Inflation von Aktienkursen oder Immobilienpreisen - welche Herausforderung für die Geldpolitik stellt sie dar? Unaufgeregte und sachlich fundierte Antworten auf all diese Fragen findet der Leser in diesem Band, so das Fazit von Tigges' Ausführungen.

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