Mit Beiträgen in englischer Sprache. Nicht erst seit der Errichtung des Europäischen Systems der Zentralbanken ist Geldpolitik internationaler geworden. Die Strahlkraft geldpolitischer Entscheidungen vor allem der US-Notenbank reicht weit über die Grenzen des US-amerikanischen Währungsraumes hinaus. Das heißt auf der anderen Seite, dass sich Zentralbanken anderer Währungsräume internationalen Einflüssen ausgesetzt sehen. Die Vorstellung von einer nahezu autonomen, rein binnenwirtschaftlich ausgerichteten Geldpolitik gehört für die meisten Zentralbanken der Vergangenheit an. Im vorliegenden Sammelband werden einzelne Aspekte einer "Geldpolitik ohne Grenzen" thematisiert. Den Auftakt bilden Beiträge zur Geldpolitik in Schwellenländern und zu Aspekten der Europäischen Währungsunion. In den darauffolgenden Artikeln werden Gesichtspunkte nationaler Geldpolitik mit grenzüberschreitenden Implikationen behandelt, so etwa die Rolle von Vermögenspreisen in der Geldpolitik, die Problematik des geldpolitischen Endzieles einer Inflationsrate von Null Prozent, die Transmission monetärer Impulse sowie die tatsächlichen rechtlichen Grenzen der Europäischen Zentralbank. Den Abschluss bildet ein Beitrag über die Nutzung neuronaler Netze beim Einsatz geldpolitischer Instrumente.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.10.2004
Aktuell und interessant: Claus Tigges hat das von Claus Köhler und Armin Rohde herausgegebene "Geldpolitik ohne Grenzen" mit Gewinn gelesen. Welche Wirkungen haben Notenbankentscheidungen über nationale Grenzen hinweg? Wie funktioniert "entnationalisierte Geldpolitik"? Diese Fragen stehen im Zentrum des Sammelbandes, an dem u. a. Hermann Remsperger, Chefökonom der Deutschen Bundesbank, Dietrich Domanski, Lukas Menkhoff und Susanne Maidorn beteiligt sind. Der Blick geht freilich über Europas Grenzen hinaus. Der Zustrom privaten Kapitals aus dem Ausland - wie negativ beeinflusst er die geldpolitische Autonomie von Schwellenländern? Und die Inflation von Aktienkursen oder Immobilienpreisen - welche Herausforderung für die Geldpolitik stellt sie dar? Unaufgeregte und sachlich fundierte Antworten auf all diese Fragen findet der Leser in diesem Band, so das Fazit von Tigges' Ausführungen.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…