Clemens Meyer und Claudius Nießen haben ein Jahr lang alte VHS-Archive geplündert, DVD-Sammlungen zerlegt, ihr Sozialleben vernachlässigt und sich durch einen Berg irrer Filme geschaut. Einerseits fanden sie Filme, die so unterirdisch sind, dass es wehtat, darüber zu schreiben, andererseits entdeckten sie versteckte Schätze und verkannte Perlen der Filmgeschichte. Sie mussten tun, was man eben tun muss. Für dieses Buch. Für uns. Sie sind zwei bärenstarke Typen. Sie sind zwei außer Rand und Band. Sie sind zwei wie Pech und Schwefel und vielleicht auch die rechte und linke Hand des Teufels. Vor allen Dingen aber: Die zwei sind nicht zu bremsen. Filme: Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle, Blindman - Der Vollstrecker, Ein Zombie hing am Glockenseil, Agenten sterben einsam, Knock Off, Surf Nazis Must Die u.v.a.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.04.2016
Von Claudius Nießen, immerhin bis 2014 Leiter des Leipziger Literaturinstitutes, und Clemens Meyer, Preisträger der Leipziger Literaturmesse 2008, hätte Rezensent Philipp Bovermann ein bisschen mehr erwartet als "ejakulativ abgefeuerte Jubelchöre". Der Bahnhofskino-Trash, den sich die beiden Autoren hier an 91 Videoabenden mit 207 Filmen Gin trinkend reinziehen, protokollieren und mit Kalauern über "Möpse" versehen, mag sprachlich vielleicht nicht viel anderes hergeben, glaubt der Kritiker. Auf Dauer ist das "testosteronschwangere Rumgeprolle" aber doch ziemlich ermüdend, findet Bovermann.
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