Mit Kritiken und Texten von Brigitte Desalm sowie Essays von Sascha Koebner und Thomas Koebner. Fast 30 Jahre lang war Brigitte Desalm ab 1972 für den Kölner-Stadt-Anzeiger tätig. Kenntnis der Filmgeschichte und ein Gespür für sprachliche Präzision und Nuancen zeichneten ihr Schreiben aus. Ihre Argumente für und wider einen Film waren bedacht, Polemik war ihr nicht eigen. Sie wollte begeistern, anregen, mit intellektueller Leidenschaft eine Diskussion entfachen. So entstanden Rezensionen, die literarische Miniaturen sind, Porträts und Kommentare.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.02.2016
Einen kurzen und liebevollen Hinweis gibt Rezensent Fritz Göttler auf diesen Band mit Filmkritiken aus einer nun auch schon längst versunkenen Zeit (aus der Göttler selbst aber auch stammt), in der Filme in der Öffentlichkeit noch eine größere Rolle spielten und in der man noch "relativ unbeschwert" von Filmautoren sprach. Göttler lobt die Genauigkeit der Sprache und situiert Autorin Brigitte Desalm in der Generationenfolge der Kritiker: Mit dem hochtönenenden Kunstsinn der Feuilletons in den fünfziger und sechziger Jahren hatte Desalm nichts mehr zu tun - der Diskurs hatte sich modernisiert, so Göttler, und man sah auch das Triviale unbefangener. Gleichzeitig fehlt ihr laut Göttler die Aggressivität, die mit dieser neuen Unbefangenheit einzog - und das macht sie für ihn noch wertvoller.
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